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Kleines Kreuzfahrt-ABC

 

Achtern:

Ist der hintere Teil des Schiffes.

Ankern:

Liegt das Schiff im freien Wasser auf Reede, werden einer oder beide Anker mit der Ankerkette auf Grund gelassen, um das Schiff in Position zu halten und ein Vertreiben zu verhindern.

Backbord:

In Fahrtrichtung links (vgl. steuerbord).

BRZ:

Bruttoraumzahl bezeichnet den Gesamtraum des Schiffes einschließlich Maschinen- und Besatzungsräumen.

Brücke:

Die Brücke ist die Kommandozentrale, von der das Schiff geführt und gesteuert wird. Der jeweilige Wachoffizier und der Rudergänger gehen 4 Stunden lang Wache, danach sind 8 Stunden Freiwache. In der Regel wird auch die Maschine von der Brücke aus gefahren.

Brückennock:

Viele Schiffe haben einen auf beiden Seiten die Schiffswand überragenden Brückenteil mit einem zusätzlichen Steuerstand, von dem aus man eine bessere Übersicht bei allen Manövern hat.

Bug:

Vorderer Teil des Schiffes (vgl. Heck).

Bugstrahlruder:

Seitliche Wasserdüse am Bug des Schiffes, wird im Hafen zum Rangieren des Schiffes eingesetzt.

Bordfotograf:

Auf den großen Schiffen reist ein Bordfotograf mit, der die Passagiere während der Reise fotografiert. Die Fotos werden täglich ausgestellt und können käuflich erworben werden.

Deck:

Die Etagen auf dem Schiff werden Decks genannt.

Diäten:

Spezielle Diätwünsche (z.B. für Diabetiker) sollten vor Reiseantritt angemeldet und am ersten Tag an Bord zusätzlich mit dem Küchenchef besprochen werden.

Etmal:

Ist die Strecke, die ein Schiff in 24 Stunden, von mittags12 Uhr bis zum nächsten Mittag12 uhr zurücklegt.

Faden:

Ist ein in der Seefahrt gebräuchliches Tiefenmaß. 1 Faden = 6 Fuß = 1,852 m = 1/1000 Seemeilen.

Fallreep:

Wie der Name sagt, wird das Reep ähnlich einer Treppe außenbords herabgelassen, um den Lotsen an und von Bord zu lassen. Daher auch die Bezeichnung Lotsenleiter.

Gangway:

Die bordeigene Gangway ist die Schiffstreppe, die im Hafen üblicherweise an der Gangwaypforte auf Deck 5 zum Betreten und Verlassen des Schiffes angebracht wird.

Hieven:

Hieven bezeichnet das Heben einer Last (z.B. ein Boot oder Ladung)

Heck:

Hinterer Teil des Schiffes (vgl. Bug).

Kleidungsempfehlung:

 

am Tag:    

sportlich, entsprechend der Reiseroute, für die Landgänge festes Schuhwerk

am Abend:    

Jackett und Krawatte, Damen entsprechend

besondere Anlässe:    

festliche Gardrobe

Knoten:

Geschwindigkeitsmessung auf See, 1 Knoten = 1 Seemeile (1,852 km) je Stunde

Koje:

Ist die Bezeichnung für das Bett in der Kabine.

Kurs:

Die Fahrtrichtung eines Schiffes ist stets der rechtweisende (geographische) Kurs und nicht der mißweisende (magnetische) Kurs.

Landausflüge:

In jedem Hafen werden von der Reiseleitung verschiedene organisierte Landausflüge angeboten. Die meisten Ausflüge können an Bord im Landausflugsbüro gebucht werden. Einige Ausflüge müssen aus organisatorischen Gründen im voraus gebucht werden. Dazu erhalten die Reisenden rechtzeitig vor Reisebeginn eine Landausflugsbroschüre mit der genauen Beschreibung der angebotenen Ausflüge und ein Bestellformular, das ausgefüllt an die Reederei Peter Deilmann zurückgesandt werden muss.

Lee:

Ist die dem Wind abgekehrte Seite eines Schiffes.

Logbuch:

Ist das Schiffstagebuch, in das alle wichtigen Daten, die mit der Schiffsführung zusammenhängen, oder besonders wichtige Ereignisse eingetragen werden.

Lot:

Ein Gerät zum Messen der Wassertiefe.

Lotse:

Der Begriff kommt aus dem Englischen: loadsman = Geleitsmann. Ein Lotsenboot (internationale Aufschrift: Pilot) bringt ihn längsseits und durch die Lotsenpforte

Luv:

Ist die dem Wind zugekehrte Seite.

Mahlzeiten:

Es werden an Bord 6 Mahlzeiten am Tag angeboten: Frühstück, Vormittagsbouillon, Mittagessen, Nachmittagskaffee, Abendessen und Mitternachtssnack.

Menükarte:

Zu allen Mahlzeiten, die im Restaurant am Tisch serviert werden, gibt es täglich wechselnde Menükarte, nach denen die Gäste ihre Wünsche ordern können.

Mittschiffs:

Das mittlere Drittel eines Schiffes, dort sind die Schaukelbewegungen des Schiffes bei Seegang am geringsten.

Navigation:

Positionsbestimmung auf See, basierend auf optischen, astronomischen oder elektronischen Wahrnehmungen, wie dem Empfang elektromagnetischer Signale besonderer Navigationssatelliten, die mittels eines Rechnersystems in geographische Koordinaten umgerechnet werden.

Oberbett:

Bett, das im oberen Wandbereich angebracht ist, auch Pullmanbett genannt. Der Einstieg erfolgt mit einer Leiter. (vgl. Unterbett)

Reede:

Wenn ein Schiff nicht im Hafen festmacht, sondern vor der Küste ankert, liegt es "auf Reede". Die Gäste werden mit Tenderbooten an Land und zurück gebracht, meist im regelmäßigen Pendeldienst.

Reling:

Geländer um die freiliegenden Schiffsdecks.

Seemeile:

Ursprünglich wurde die nautische Maßeinheit auf die Länge einer Bogenminute auf der Äquatorlinie festgelegt. Aus der Rechnung 40.000 km = 360 Grad des Vollkreises = 60 Bogenminuten ergibt sich als theoretisches Maß der Seemeile eine Länge von 1,852 km. Sie entspricht 10 Kabellängen und 1000 Fadenlängen.

Seenotrettungsübung:    

Zu Beginn der Kreuzfahrt werden alle Passagiere über die Benutzung der Schwimmwesten und den Ablauf von Rettungsmaßnahmen informiert. Die Teilnahme an der Übung ist für jeden Passagier Pflicht.

Stabilisatoren:

Vorrichtung am Schiff unter Wasser, die einen Teil der Schiffsbewegungen abfängt und das unangenehme "Rollen" des Schiffes verhindert. das Schiff liegt bei Seegang dadurch ruhiger im Wasser.

Steuerbord:

In Fahrtrichtung rechts (vgl. Backbord).

Steward/Stewardess:

Bedienstete im Servicebereich auf Schiffen. Es gibt Restaurantstewards, Getränkestewards, Weinstewards und Kabinenstewards.

Tagesprogramm:

Jedem Passagier wird abends ein schriftliches Tagesprogramm für den nächsten Tag auf die Kabine gelegt. Es enthält alle wichtigen Informationen für den nächsten Tag.

Tendern:

In manchen Häfen muss das Schiff vor dem Hafen ankern. Die Passagiere werden mit Tenderbooten an Land und zurück gebracht, es wird "getendert".

Tischzeit (Sitzung):

Wenn 400 - 600 Personen zur gleichen Zeit essen würden, kann in einem Restaurant keine stilvolle Stimmung aufkommen. Auch um den Gästen den Zwang einer festen Zeit zu nehmen, wird in zwei Durchgängen (Sitzungen) gegessen. Auf dem Reiseformular kann der Reisende bei Buchung angeben, in welcher Sitzung er essen möchte und welche Tischgröße er bevorzugt. Es gibt 2er, 4er und 8er Tische.

Trinkgelder:

Es ist üblich, dem Servicepersonal am Ende der Kreuzfahrt ein Trinkgeld zu überreichen. Der Betrag ist selbstverständlich freigestellt und solllte Anerkennung für gute Leistung sein. Eine unverbindliche Empfehlung wird den Passagieren im schriftlichen Tagesprogramm gegeben.

Unterbett:

Auf dem Boden stehendes Bett (vgl. Oberbett).

Zielgebiet:

Die klimatischen Bedingungen führen zu einer typischen Verteilung der Kreuzfahrtrouten im Jahr.

Frühjahr/Herbst:   

Mittelmeer, rund um Westeuropa, europ. Flüsse

Sommer:   

Ostsee, Nordland, europ. Flüsse

Winter:   

Fernkreuzfahrten, Weltreisen

 


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